Playoffs-Krimi endet im Viertelfinale: Atomics scheiden nach packender Serie gegen die Stuttgart Reds aus
Die Hoffnungen der Neuenburg Atomics auf den Einzug ins Halbfinale haben sich zerschlagen. Nach einer klaren Auftaktniederlage in Spiel 1 der Serie in Stuttgart standen die Atomics gehörig unter Druck. Zwei Siege mussten her, um die Serie zu drehen. Was folgte, war ein dramatischer Kampf, der erst im entscheidenden dritten Spiel endete.

Weiteres Comeback der Atomics erzwingt Entscheidungsspiel
Die Atomics mussten Spiel 2 unbedingt gewinnen, um die Serie am Leben zu erhalten. Mit Denny Huber als Starting Pitcher gerieten sie jedoch gleich im ersten Inning mit 0:1 in Rückstand, nachdem Fabian Beck ein Double und Moritz Köhler ein Single schlugen.
Doch wer nun ein ähnliches Spiel wie in der ersten Partie erwartete, wurde eines Besseren belehrt. Denny Huber und eine starke Atomics-Defensive hielten sich bis zum fünften Inning schadlos. Im sechsten Inning löste Tim-Luca Lindemann Huber ab, konnte aber einen weiteren Run zum 0:2 nach Hits von Jannik Denz und Yannick Witt nicht verhindern.
Die Atomics-Offensive fand gegen den Stuttgarter Starting Pitcher Joel Petzold lange Zeit überhaupt nicht ins Spiel und verzeichnete bis ins sechste Inning keinen einzigen Hit. Im siebten Inning gelang schließlich der Anschlusstreffer. Nachdem Jonathan Schäffer für die Reds auf den Werferhügel kam, sorgte ein Walk von Levi Steigert und ein Schlag von Tim-Luca Lindemann für das 1:2.
Im neunten Inning legten die Reds nach und bauten ihre Führung durch einen Hit von Fabian Beck auf 3:1 aus. Doch die Atomics gaben in ihrer letzten Schlagchance nicht auf. Levi Steigert kam durch einen Hit-by-Pitch auf Base, gefolgt von einem Walk von Joshua Widmann. Tim-Luca Lindemann schlug Steigert zum 2:3 nach Hause, und Joshua Widmann nutzte einen Fehler in der Reds-Defensive zum umjubelten Ausgleich.
Die Partie ging in die Verlängerung. Mit Läufern auf der ersten und zweiten Base gelang den Reds durch ein Double von Moritz Köhler die 4:3-Führung. Die Atomics-Defensive verhinderte jedoch weitere Runs. Nun hatten die Atomics die Chance, das Spiel zu entscheiden. Sie nutzten Unsicherheiten in der Reds-Defensive zum 4:4-Ausgleich durch Tim-Luca Lindemann und luden schließlich die Bases bei nur einem Aus. Harley Thompson schob mit seinem Walk den entscheidenden Run zum 5:4-Sieg über die Homeplate.
Starke Aufholjagd der Reds beendet die Saison der Atomics
Nach diesem emotionalen Sieg stand nun das entscheidende, auf sieben Innings verkürzte, dritte Spiel an. Die Atomics erwischten den besseren Start und gingen im zweiten Inning durch einen Homerun von David Widmann mit 1:0 in Führung. Die Defensive stand sicher hinter Starting Pitcher Joshua Steigert, der sich bis ins dritte Inning schadlos hielt. Im dritten Inning schien die Atomics-Offensive den Stuttgarter Starting Pitcher Lucas Traut geknackt zu haben. Sie produzierten fünf Runs zur 6:0-Führung: Basehits von Joshua Widmann, Tim-Luca Lindemann, Luca Mayer, Harley Thompson und je ein Double von David Widmann und Denny Huber schufen ein vermeintlich sicheres Polster.
Doch die Antwort der Reds erfolgte postwendend im vierten Inning. Mit drei Runs verkürzten sie auf 6:3. Im fünften und sechsten Inning erzielten die Gäste jeweils einen weiteren Run, sodass es 5:6 stand, nachdem Tim-Luca Lindemann Joshua Steigert auf der Werferposition abgelöst hatte.
Mit einer knappen 6:5-Führung gingen die Atomics ins letzte Inning. Denny Huber versuchte nun, die Führung zu sichern, konnte aber den Ausgleich und die 6:7-Führung für die Reds nicht verhindern. Mit ihrer letzten Schlagchance gelang den Atomics zwar noch ein Läufer auf Base, aber die Offensive hatte ihr Pulver aus dem starken dritten Inning offenbar verschossen. Das entscheidende Spiel endete somit mit 7:6 für Stuttgart.
Trotz des Ausscheidens im Viertelfinale und dem damit verbundenen Saisonende können die Atomics stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Die dramatische Aufholjagd in Spiel 2 unterstreicht die Einstellung der Mannschaft, die sich niemals aufgibt und bis zum letzten Aus an ihre Chance glaubt. Das Team um Coach Rob Piscatelli hat über die gesamte Saison hinweg eine beeindruckende Leistung gezeigt.






Wir drücken dem Team BaWü und unseren Jungs ganz fest die Daumen! Viel Erfolg!
